Ein aus der Antarktis stammender Eisberg wurde mitten in Atlantischen Ozean am 30. April 1894 auf seinem Weg Richtung Äquator auf der Höhe von Rio de Janeiro gesichtet.

Er hält bis heute den Rekord im Eisbergweitschwimmen.

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Eisberge bestehen fast ausschließlich aus Süßwasser. Seit den 70er Jahren gibt es immer wieder Konzepte von Tüftlern, Wissenschaftlern und Forschern, sie zur Trinkwasserversorgung der dritten Welt zu nutzen. Umgesetzt wurde allerdings noch keine der Ideen, sie scheiterten immer an der Machbarkeit.

Die einzigartige Qualität des Wassers – es gefror vor über zehntausend Jahren, als der Mensch noch keine Schadstoffe erzeugte – führte allerdings dazu, dass das geschmolzene Eisbergwasser in Form von Luxus-Trinkwasser und sogar als Wodka den Weg in unsere Breiten gefunden hat.

Eisberg B-15 ist der Name des größten jemals entdeckten Eisbergs. Er maß im Jahr 2000 in der Länge 295 Kilometer und war 37 Kilometer breit. Seine Fläche betrug 11.000 Quadratkilometer, dies entspricht in etwa der vierfachen Fläche des Saarlandes.

Er erlitt allerdings das gleiche Schicksal wie alle Riesen-Eisberge vor ihm und zerbrach in dutzende kleine Eisberge. Einige von ihnen sind heute mit GPS-Empfängern ausgestattet, um das Wanderverhalten der weißen Riesen zu erforschen.

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Summer view of the Saar river bend in Germany, also known as Saarschleife as seen from the vantage point Cloef.

Das Saarland wird im deutschen Sprachgebrauch überproportional häufig als Flächenvergleichsmaß benutzt. Googelt man nach “Größe des Saarlandes”, findet man über 22.000 Einträge.

Warum das kleine Bundesland immer wieder zum Vergleich für Waldbrände, Funklöcher und eben auch Eisberge herangezogen wird, ist bis heute von Sprachwissenschaftlern nicht abschließend geklärt. Möglicherweise, weil es eben fast eine Fläche von 2.500 Quadratkilometern hat. Was im Übrigen 359.900 Fußballfeldern entspricht.